Wenn Ihr Kind hört. Aber nicht versteht.
Manche Kinder hören schlechter, als es auffällt. Andere haben ein gesundes Gehör und kommen trotzdem in der Schule nicht mit, verstehen beim Spielen kaum, was gesagt wird, oder schalten im Unterricht einfach ab. Mal liegt es am Ohr, mal daran, wie das Gehirn das Gehörte verarbeitet.
Wir finden heraus, was wirklich dahintersteckt.
Was ist Pädagogische Audiologie?
Spezialisierte Diagnostik, Versorgung und Begleitung für Kinder rund ums Hören.
Das Ohr nimmt Töne auf. Das Gehirn macht daraus Bedeutung. Klappt der erste Schritt nicht, liegt eine Schwerhörigkeit vor. Dann helfen kindgerechte Hörgeräte. Klappt der zweite Schritt nicht, spricht man von einer auditiven Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung, kurz AVWS. Das Gehör ist dabei intakt, doch Laute unterscheiden, Gesagtes behalten oder Sprache aus Lärm herausfiltern fällt schwer.
Pädagogische Audiologie verbindet Medizin, Pädagogik und Akustik – und betrachtet beides: das Ohr und das Verstehen.
Diagnostik
Wir prüfen das Hören Ihres Kindes spielerisch und altersgerecht. Und so, wie der Alltag es fordert: mit Lärm, mit Ablenkung, unter realen Bedingungen.
Ohne Fachbegriffe
Wir erklären Ihnen und Ihrem Kind verständlich, was und wie gemessen wurde – und was das für Ihren Alltag und alles Weitere bedeutet.
Herstellerunabhängig
Kinderhörgeräte, FM-System (ein kleiner Funksender, der die Stimme der Lehrkraft direkt aufs Ohr überträgt) oder Höranlage für den Klassenraum – wir wählen, was zu Ihrem Kind passt.
Zusammenarbeit
Wir kooperieren mit Ärzten, Logopäden, Lehrkräften und Schulen – damit Ihr Kind überall die Unterstützung bekommt, die es braucht.
Der Weg zur Diagnose
Schritt für Schritt. Und ganz individuell zur Lösung.
Ob Schwerhörigkeit oder AVWS: Beides lässt sich nicht mit einem einzigen Test erkennen. Wir nehmen uns die Zeit, die Ihr Kind braucht – und schaffen eine Situation, in der es sein Bestes geben kann.

Erstkontakt & Anamnese
Wir hören Ihnen zu. Was fällt auf? Seit wann? In welchen Situationen? Ein ausführliches Gespräch mit Eltern (und je nach Alter mit dem Kind selbst) steht am Anfang.

Der Hörtest
Zuerst prüfen wir kindgerecht, ob das Ohr einwandfrei funktioniert. Das Ergebnis zeigt, welcher Weg der richtige ist: Hörversorgung oder weitere Diagnostik.

Versorgung / Test
Bei einer Schwerhörigkeit passen wir Hörgeräte an, die für Kinder gemacht sind. Bei unauffälligem Gehör zeigt ein standardisierter Kurztest (ca. 15 Minuten, über Kopfhörer), ob eine AVWS-Untersuchung sinnvoll ist.

Entscheidung
Sie erhalten einen verständlichen Befundbericht mit konkreten Empfehlungen: für Schule, Therapie und Alltag.
Die Herausforderung: Wenn Kinder nicht hören oder hören, aber nicht verstehen.
Viele Eltern erleben dasselbe Muster: Laute werden verwechselt, Aufgaben nicht behalten, Anweisungen überhört. Die Lehrkraft denkt an Unaufmerksamkeit. Die Eltern fragen sich, ob sie etwas falsch machen.
Oft steckt eine unerkannte Schwerhörigkeit dahinter – oder ein Problem in der auditiven Verarbeitung. Früh erkannt, lässt sich viel bewegen: durch passende Kinderhörgeräte, gezielte Logopädie, die richtige Sitzposition im Klassenraum oder technische Hilfsmittel wie eine FM-Anlage.
Wir helfen Ihnen, den richtigen nächsten Schritt zu finden.
Häufige Fragen und Antworten
Ab welchem Alter kann man das Hören meines Kindes testen?
Das Gehör lässt sich schon bei Säuglingen prüfen. Eine AVWS-Diagnostik ist in der Regel ab etwa fünf bis sechs Jahren aussagekräftig, wenn Sprache und Mitarbeit ausreichen.
Mein Kind hat einen normalen Hörtest gemacht. Warum noch mal messen?
Ein normaler Hörtest prüft, ob das Ohr Töne aufnimmt. Die pädagogisch-audiologische Untersuchung prüft zusätzlich, ob das Gehirn diese Töne richtig verarbeitet – das sind zwei grundverschiedene Dinge.
Zahlt die Krankenkasse?
Bei einer ärztlichen Verordnung übernimmt die Krankenkasse die Hörgeräteversorgung für Kinder in der Regel vollständig. Zur AVWS-Diagnostik und zu Hilfsmitteln wie FM-Anlagen beraten wir Sie individuell.
Wie lange dauert die gesamte Diagnostik?
Das hängt vom Alter und von der Fragestellung ab. Meist reichen ein bis zwei Termine. Wir planen so, dass Ihr Kind nicht überfordert wird.
